Top Tool! Gimp und Grafiktablett

Sep 24,2020 PM 15:26

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Top Tool! Gimp und Grafiktablett


GIMP ist die kostenlose pixelbasierte Bildbearbeitungssoftware. GIMP steht für GNU Image Manipulation Program. Mit GIMP können Bilder und Fotos professionell bearbeitet werden. Neben einer großen Auswahl an Montagetechnik stehen auch diverse Auswahlwerkzeuge und Funktionen zur Kontrastkorrektur zur Verfügung. Weitere Funktionen umfassen das Schneiden und Freistellen von Bildern. Über Ebenen ist es möglich auch komplexe Bearbeitungen zu realisieren.

GIMP (GNU Image Manipulation Program) ist eine gute kostenlose Alternative zu Photoshop von Adobe und kommt mit zahlreichen professionellen Bearbeitungsfunktionen für Bilder und Fotos.

Es gibt viele Bildbearbeitungsprogramme, von denen die kostenlose Open-Source-Software GIMP sogar eine Alternative zur kostenpflichtige Profi-Software Adobe Photoshop ist. Die Abkürzung GIMP steht für "GNU Image Manipulation Program", was für freies Bildbearbeitungsprogramm steht. Die Freeware gehört zu den beliebtesten Open-Source-Programmen, deren Entwickler die Software mit der Version 2.10 umfangreich überarbeitet haben. Das große Gimp-Update brachte neue GIMP Funktionen, Filter sowie Werkzeuge für Bildbearbeitung, Retusche, Manipulation und Optimierung von Fotos.


Die Freeware GIMP (GNU Image Manipulation Program) erfüllt als professionelle Bildbearbeitung fast alle Ansprüche für die Erstellung, Gestaltung und Bearbeitung ihrer Grafikdateien und kann mit allen gängigen Funktionen aufwarten.

Das kostenlose Programm bietet sehr gute Retusche- und Montagetechnik sowie Automatik-Funktionen zur Bildkorrektur, die gute Ergebnisse liefern. Mit seinen vielfältigen Funktionen, Werkzeugen und Filtern, steht das Programm auch professionellen Bildbearbeitungsprogrammen kaum nach. Allerdings ist die Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig und hält sich nicht an Windows-Standards. So fehlt die sonst übliche übergeordnete Menüstruktur; alles was Sie benötigen um mit der Bildbearbeitung per GIMP zu arbeiten, finden Sie in den verschiedenen Fenstern und über das Kontextmenü der rechten Maustaste.

Ebenso wie Adobe Photoshop arbeitet GIMP mit Ebenen/Layern und erinnert auch sonst zuweilen an Funktionen des großen Bruders.


Solide ist die Auswahl- und Montagetechnik

Das Programm bietet alle Auswahlwerkzeuge. Auch die Retusche-Funktionen und Kontrast-Korrekur erfüllen hohe Ansprüche. In wenigen Schritten schneiden Sie Bilder zu, stellen Ausschnitte frei oder nehmen Änderungen zurück. Um auch komplexe Bearbeitungen zu realisieren können Sie in GIMP Ebenen anlegen, auf denen Sie separat arbeiten können.


Unterstützt 32-Bit-Farbtiefe

Das Bildbearbeitungsprogramm GIMP bietet einen Funktionsumfang, der auf der Grafikbibliothek GEGL (Generic Graphics Library) basiert und eine vollständige ICC-Farbverwaltung umfasst. Seit der GIMP-Version 2.10 fällt die Beschränkung auf eine Farbtiefe von 8-Bit der ehemaligen Version 2.8 oder früher weg. Denn die Open-Source-Software für Bildbearbeitung unterstützt ab der Version 2.10 je nach verwendetem Filter ebenso 16- und 32-Bit pro Farbkanal. Zum Speichern muss man dann aber ein Datei-Format wie PNG, TIFF, PSD, FITS und OpenEXR wählen, das mit mehr als 8-Bit-Farbtiefe umgehen kann.


Variable Oberfläche

Die Oberfläche für die Bildbearbeitung ist für GIMP-Einsteiger gewöhnungsbedürftig. Sie kann als ein komplettes Fenster erscheinen oder alternativ auf drei frei verschiebbare Fenster für Werkzeuge, Ebenen und Bild verteilt sein, was der Nutzer unter "Fenster > Einzelfenster-Modus" einstellen kann.


GIMP-Werkzeuge und Raw-Import

Nach etwas Einarbeitungszeit fällt die Auswahl der richtigen Tools leichter. Dann kann man die Belichtung, Farbe, Helligkeit, Kontrast und Sättigung von Fotos bearbeiten. Zahlreiche Standard-Werkzeuge, die Bildfehler entfernen, Bilder transformieren, schärfen, weichzeichnen, zurechtschneiden, skalieren, kopieren, mit Texten versehen und Metadaten bearbeiten, sind ebenfalls vorhanden. Zudem helfen Filter, Effekte und Ebenen bei umfangreicheren Projekten, die über die Retusche und Optimierung von Bildern hinausgehen.

Mit Unterstützung von Darktable oder RawTherapee lassen sich seit der Version 2.10 Raw-Fotos in GIMP importieren und ein Filter korrigiert seit diesem Upgrade Licht und Schatten der Bilder. Ist das Foto fertig bearbeitet oder das Bild-Projekt abgeschlossen, kann man es als Projekt-Datei zur Weiterbearbeitung speichern, als fertige Bild-Datei exportieren oder alternativ veröffentlichen. Features für Web-Publishing und Export sind bei der Open-Source-Software vorhanden. Wer hier Hilfe braucht, findet auf der Homepage von GIMP sowie in den Community-Foren und auf YouTube diverse Anleitungen und ein Tutorial für die Bildbearbeitung.


Arbeiten mit Plug-ins und Geräten

GIMP unterstützt neben Maus und Tastatur spezielle Grafik-Geräte wie Zeichen-Pads oder Tablets. Für Maus und Tastatur lassen sich außerdem speziellen Kommandos und Makros erstellen.

Wer mehr Funktionen und Fähigkeiten braucht, kann GIMP um Plug-ins und Skripte für die Bildbearbeitung ergänzen, die zum Beispiel weitere Datei- und Bildformate unterstützen. So bringt das UFRaw-Plug-in einen Konverter für Digitalkamera-Formate mit. Kleine Funktionen wie eine Stapelverarbeitung oder EXIF-Daten-Anzeige der Bilder lassen sich so ebenfalls einbauen.


Portable Version der Bildbearbeitungssoftware

Unter den Versionen von GIMP ist die portable Version für jene interessant, die keine Administratorrechte haben, um Software auf einem Computer zu installieren. Denn mit GIMP Portable lässt sich die Freeware als portable Version auch vom USB-Stick aus starten. Dies funktioniert nicht nur auf Windows-PCs, sondern ebenso auf Computern mit einem Linux-Betriebssystem, vorausgesetzt, die Software Wine ist installiert, die als Laufzeitumgebung eine EXE-Datei ausführen kann.

Die Maus ist ein Grobmotoriker. Mit einem Grafiktablett hingegen können Sie in Gimp zeichnen wie mit einem Stift auf Papier.

Ein Zeichentablett bedeutet für Grafikprogramme einen Quantensprung in Punkto Bedienbarkeit: Die Maus, ideal für zügiges Erreichen von über den Bildschirm verstreuten Buttons, erweist sich als wenig tauglich, wenn Feinmotorik gefragt ist.

Hier schaffen Grafiktabletts Abhilfe: Mit ihnen zeichnen Sie mit einem Stift auf einer druckempfindlichen Unterlage. Der Stift überträgt die Handbewegung präzise auf den Mauszeiger. Dafür konzipierte Anwendungen verarbeiten zusätzlich den Stiftdruck.


Download und Installation

GIMP lässt sich unter den Betriebssystemen Windows und macOS mit der passenden EXE- beziehungsweise DMG-Datei installieren. Bei Linux ist der Blick in die Software-Verwaltung der Distribution sinnvoll. Denn GIMP wird von vielen Linux-Systemen in den Paketquellen geführt und lässt sich über das grafische Anwendungs-Center installieren. Bei Ubuntu und Debian ist die Installation alternativ auf der Kommandozeile durch den Befehl "sudo apt-get install gimp" möglich, wenn der Nutzer Administratorrechte hat.

Es kann allerdings sein, dass in den Paketquellen eine ältere Version von GIMP vorhanden ist und die neuste manuell heruntergeladen und installiert werden muss. Alternativ bietet sich in diesem Fall GIMP Portable an, das sich mit Wine ausführen lässt. Eine weiter Alternative sind Anwendungscontainer wie Flatpak oder Snap.


Fein abgestuft

Wer die Hürde der Installation genommen hat, den entschädigt das Arbeiten in Gimp gebührend für seine Mühe: Falls Sie mit einem Zeichenstift oder Pastellkreide umgehen können, fühlen Sie sich bei der Kombination von Gimp und dem elektronischen Stift schnell heimisch. Das Zeichnen mit Gimps Pinselwerkzeug erinnert stark an das Arbeiten mit Kreide: Der Farbauftrag spricht sensibel auf Druck an. Sie können mit den entsprechenden Zeichenwerkzeugen nachträglich verwischen und radieren, selbstverständlich ebenfalls drucksensitiv.

Ein Grafiktablett bewährt sich mit Gimp jedoch nicht nur, wenn Sie eigene “Kunstwerke” anfertigen möchten. Auch bei der Fotoretusche ist es einer Maus weit überlegen: Wenn Sie mit der Maus arbeiten müssen Sie, um flüssige Übergänge zwischen bearbeiteten und nicht bearbeiteten Bildtteilen herzustellen, die Deckkraft des Retuschewerkzeuges laufend per Hand angepassen. Mit einem Tablett geht dies wesentlich einfacher: Glatte Übergänge gelingen ganz intuitiv durch den Druck auf die virtuelle Zeichenfläche.

Bei der Retusche empfanden wir die Arbeitsfläche des kleineren Zeichentablett (127,6 x 92,8 mm) kaum als Einschränkung, für Zeichnungen empfiehlt sich allerdings eher die Anschaffung eines größeren Eingabegeräts.


Kaufen oder nicht kaufen

Die Gretchenfrage für die Kaufentscheidung ist natürlich: Wird das Tablett auf meinem System funktionieren? Daher sollten Sie vor dem Kauf probieren, ob das Kompilieren der erforderlichen Kernelmodule, wie im Kasten beschrieben, auf Ihrem System ohne Fehler verläuft.


Vorteile

- frei erweiterbar

- zahlreiche Filter & Werkzeuge inklusive

- breite Formatunterstützung


Fazit: 

Top Tool! 

Wer sich von der Installation nicht abschrecken lässt, der gewinnt mit einem Zeichentablett in Gimp eine neue Dimension des Arbeitens: Alle Werkzeuge lassen sich wesentlich feinfühliger bedienen. Die Drucksensitivität des Stifts ermöglicht glatte Übergänge, die mit der Maus in gleicher Qualität kaum erreichbar sind. Das Gefühl, einen Stift zu halten, erleichtert und beschleunigt das Arbeiten.

Das kostenlose GIMP ersetzt natürlich längst kein voll ausgestattetes Photoshop, eine besser ausgestattete Freeware-Bildbearbeitung kennen wir aber nicht.


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